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Berufsbild Selbständigkeit: Freie Berufe

01.04.2015
posted by: conceptem.de

Ich glaube der Weg in die Selbständigkeit folgt einem „inneren Drang“. Bei mir war es so, dass der Wunsch nach persönlicher Arbeitsfreiheit stärker war als das sichere Einkommen einer Arbeitnehmertätigkeit. Die persönliche Arbeitsfreiheit bedeutet nicht, dass man weniger arbeitet aber die Anforderungen kommen vom Markt und nicht vom Chef. Das ist mental leichter, weil man in der Regel die Arbeiten so angeht, wie man es für richtig hält. Ein Feedback erfolgt sofort durch den Kunden. Das ist meistens gut, manchmal schmerzlich, aber es schärft die Sinne für die Machbarkeit von Aufgaben. Die Selbständigkeit habe ich dabei immer als großen „Abenteuerspielplatz“ betrachtet; es ist immer spannend, was einen tagsüber erwartet. Im Übrigen hören m.E. erfolgreiche Selbständige auf, die Umstände oder Mitbewerber für Misserfolge verantwortlich zu machen. Das stärkt das Selbstbewusstsein und das Selbstvertrauen.

CONCEPTEMverlag: Herr Renkes, was macht Selbstständigkeit für Sie so spannend?
Die Bewertung der Arbeit erfolgt nicht in einem jährlichen Mitarbeitergespräch, welches von zwei Seiten subjektiv geführt wird, sondern durch die monatliche Gewinn- und Verlustrechnung. Die ist relativ objektiv. Gleichfalls sollte man sich davor hüten, quasi nur mit dem Blick auf die „Anzeigetafel“ Tennis zu spielen. Der Blick auf den Ball (die Aufgabe) ist entscheidend. Die Anzeigetafel läuft auch ohne dass man hinschaut. Überhaupt ist es so, die Befriedigung einer selbständigen Tätigkeit zieht man nach meiner Erfahrung aus dem selbst bestimmten Arbeiten, dem wirtschaftlichen Ergebnis und dem direkten „Erleben“ (ungefiltert durch Vorgesetzte) des Erfolgs oder Misserfolgs. Bei Start in die Selbständigkeit sollte man entscheiden, ob man einen gut bezahlten Arbeitsplatz schafft oder ob man ein Unternehmen entwickeln möchte. Beides hat seine Berechtigung. Der zweite Weg ist steiniger schafft jedoch in aller Regel – zusätzlich zum laufenden Einkommen - einen Firmenwert, der am Ende eines Arbeitslebens realisiert werden kann.

CONCEPTEMverlag: Herr Renkes, welches sind Ihrer Meinung nach die „richtigen“ Voraussetzungen für eine Selbständigkeit?
Zunächst einmal sollte der Gründer über das notwendige“ Know-how“ verfügen; d.h. seinen Beruf beherrschen. Dies ist gewissermaßen die Grundvoraussetzung für einen Markteintritt. Ausdauer und gute kommunikative Fähigkeiten halte ich für unerlässlich um sich eine Gruppe von Unterstützern und Förderern (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten etc.) aufzubauen. Letztlich braucht es ein harmonisches familiäres Umfeld, welches den eingeschlagenen Weg begleitet und unterstützt. 

CONCEPTEMverlag: Herr Renkes, wie war Ihr persönlicher Werdegang als Unternehmer?
Mein persönlicher Werdegang war wie folgt:

Eintritt in die Selbständigkeit

  • 1980 und zwar intuitiv – ohne Business Plan, aber mit des Gespür, das wird was.

 Gründung einer Sozietät

  • 1983 (3 Partner) mit diesem Schritt war auch die Entscheidung für Wachstum und Aufbau eines Unternehmens gefallen

 Erweiterung des Leistungsspektrums

  • Steuerberatung, ab 1989 auch Wirtschaftsprüfung

 Entwicklung der Mitarbeiterzahl

  • 1980: 2 Mitarbeiter/innen
  • 2015: 28 Mitarbeiter/innen

Entwicklung des Mandantenkreises

  • Steuerberatung – Rhein-Main-Gebiet
  • Wirtschaftsprüfung – bundesweit 

CONCEPTEMverlag: Herr Renkes, wie schätzen Sie die Branche heute ein?
Die Branche ist geprägt von vielen kleinen Anbietern, einigen größeren Kanzleien und ganz wenig Großen (Big four). Nach Strukturuntersuchungen der Banken, wachsen die größeren Kanzleien, die kleineren schrumpfen. Nach Einschätzung der Banken und Institutionen in Mainz liegen wir „über der Wahrnehmungsschwelle“ und gelten als bekannte Kanzlei (hilft bei sowohl bei der Akquise als auch bei Stellenneubesetzungen).

CONCEPTEMverlag: Eine letzte Frage – würden Sie sich heute wieder für eine selbstständige Tätigkeit entscheiden?
Ja, da dies meinem Naturell entspricht. Mir ist jedoch bewusst, dass die – meines Erachtens zum Teil künstlich aufgestellten - Eintrittshürden heute höher sind.

 

Unternehmen CONCEPT RENKES & PARTNER mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft 

"Wer liebt zum Beispiel auf dieser Erde, // ich will mal sagen, die Steuerbehörde?"

Wilhelm Busch

Wer sind wir, was dürfen Sie erwarten?

Der aufrechte Gang hat dem Menschen viele Vorteile gebracht; aber auch diesen einen Nachteil. Schwere Last drückt seine Schultern.
Und so breit Ihre Schultern auch sein mögen – Sie alleine können nicht die ganze Last tragen.

Geteilte Last ist halbe Last. 
Als erfahrenes Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und Steuerberatung steht unsere Kanzlei bereit, um Ihnen einen Teil der unternehmerischen und privaten Lasten abzunehmen und Sie von zeitraubenden Aufgaben zu befreien.
Zum Wohle des Ganzen.

Wir sind eine überregional tätige Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft und betreuen überwiegend mittelständische Unternehmen. Dabei bieten wir Ihnen als kompetente Partner ein breites Leistungsspektrum in den Bereichen Finanzbuchhaltung und Controlling, Steuerdeklarations- und gestaltungsberatung, sowie betriebwirtschaftliche Beratung und Wirtschaftsprüfung.

Mit unserer Arbeit wollen wir pragmatische und zielführende Lösungen anbieten, ohne die Komplexität des Steuerrechtes aus den Augen zu verlieren. Der Mandant steht stets im Mittelpunkt unserer Arbeit. Und das seit über 30 Jahren.

www.concept-tax.de

 

 

 

 

 

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