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Weiterbildung Lehrkräfte

Intrapreneurship- und Entrepreneurship-Education für Lehrkräfte

Dieses Projekt ist initiiert und umgesetzt von

  • Michael Reiß, CONCEPTEMverlag
  • Elisabeth Kolz-Josic, E.U.L.E. e.V. – Erfahrung unterstützt lebendige Existenzgründung
  • sowie weiteren Unterstützer/innen

 


Motivation

Ausgangspunkt dieses Projekt zu starten, war unter anderem der GEM-Report von 2004 mit folgender Aussage:

Im GEM-Report wird bemängelt: „Besonders ernüchternd fällt der internationale Vergleich im Bereich der Schule (Primär- und Sekundarstufe) aus, obgleich eine leichte Verbesserung seit 1999 feststellbar ist. Hier ist dringend zusätzliches, im Themenfeld 'Wirtschaft/ Gründungen' kompetentes Lehrpersonal erforderlich. Ohne entsprechende Ausbildung dieses Lehrpersonals an den Universitäten ist keine nachhaltige Verbesserung zu erwarten.“
Global Entrepreneurship Monitor (GEM-Report) 2004, S. 7

 

Fragestellungen

Ist unternehmerisches Denken und Handeln lernbar?

Die erste Frage die sich stellt ist, ob Lehrkräfte „unternehmerisches Denken und Handeln“ lernen können. Hier möchten wir dem Ansatz von Peter Drucker folgen

“Entrepreneurship is not magic; it's not mysterious; and it has nothing to do with genes. It's a discipline and, like any discipline, it can be learned."

Drucker, Peter F.: Innovation and Entrepreneurship. Practices and Principles, 1985 (Reprint Oxford 2007) (Butterworth-Heinemann)

dessen Ansicht sich mit unseren Erfahrungen deckt.

Ist unternehmerisches Denken und Handeln vermittelbar?

Die zweite Frage ist, ob die Lehrkräfte dann dieses ihren Schüler und Schülerinnen authentisch, lebendig und praxisrelevant aber auch fundiert kritisch vermitteln können.

Wir denken, dass dies möglich ist, wenn eben den Lehrkräften die Themen unternehmerisch authentisch und praxisrelevant vermittelt werden. Wenn sie wichtige Aspekte des Unternehmertums an sich selbst erleben können.


Erfahrungen

Erfahrungen mit Schüler/innen und ihren Lehrkräften

Im ersten Schritt wurde erprobt, ob das Konzept von Schüler und Schülerinnen verstanden werden kann, wenn sie von erfahrenen Pädagogen betreut werden.

  • Projektwoche St.-Franziskus-Gymnasium Kaiserslautern
  • Projekttage im bic, Kaiserslautern

Informationen dazu finden Sie hier.

Erfahrungen mit Lehrkräften

In diesen Projekten stießen wir auf innovative Lehrkräfte, die sich für „unternehmerisches Denken und Handeln“ interessierten. Aufgrund dessen sprachen wir das ILF – Institut für Lehrerweiter- und –fortbildung an. Gemeinsam wurde ein Angebot für Lehrkräfte platziert.

Das Angebot stieß auf Resonanz innovativer Lehrkräfte, die im Rahmen des Tagesseminars ihre Anregungen zur Abrundung des Gesamtkonzeptes einbrachten.

Informationen dazu finden Sie hier.


Konzeption

Auf Basis dieser Erfahrungen wurde das Konzept für Lehrkräfte MY FIRST COMPANY entwickelt.

Es zielt darauf,

  • Lehrer und Lehrerinnen
  • mit ökonomischem Denken und unternehmerischem Handeln
  • emotional in Berührung zu bringen und
  • sie damit nachhaltig in die Lage zu versetzen,
  • vorhandene unternehmerische Projekte und Initiativen für und von Schüler und Schülerinnen
  • fundiert und vor allem authentisch zu betreuen.
  • Auf Anregung der Lehrkräfte wurde zudem der IHK-Zertifikatslehrgang „Unternehmerisches Denken und Handeln (IHK)“ entwickelt.

Es berücksichtig die Bedürfnisse des Lehrpersonals (fertiges Unterrichtsmaterial, Kontakte zu Unternehmen über die IHK) und die der Schüler und Schülerinnen (z.B. eine qualifizierte Teilnahmebescheinigung).

 

Restriktionen und der Umgang damit

Das Unterfangen ist ambitioniert: Veränderungen wie G8 und G9, geringste finanzielle Mittel der Fachschaften, Ministerien und Institutionen die das Feld Unternehmertum in fester Hand haben.

Weitere Barrieren und Engpässe waren auszumachen: Die Zeit als grundsätzlicher Engpass sowie die finanziellen Mitteln.

So entstand 2007 die Überlegung, Einnahmen der „concepticus - die Börse für unternehmerische Ideen und Konzepte“ aus Eintrittsgeldern und Standgebühren für dieses Vorhaben zu verwenden.

Einnahmen von concepticus für guten Zweck gespendet

Initiatoren, Veranstalter und Partner der „concepticus“ konnten aus den Einnahmen der 1. und 2. Ideen- und Konzeptbörse in 2007 und 2009 am 19. April 2010 einen Scheck in Höhe von EUR 3.000,- an E.U.L.E. e.V. überreichen.


[Foto: HWK Rheinhessen] V.l.n.r.: Prof. Dr. Sven Fischbach / Institut für Unternehmerisches Handeln (IUH) der Hochschule Mainz, Prof. Dr. Gerhard Muth / FH Mainz, Elisabeth Kolz-Josić / E.U.L.E. e.V., Christian Hausmann / Deutsche Bank, Richard Patzke / IHK für Rheinhessen, Günther Tartter / HWK Rheinhessen, Mechthild Kern / Mittelstandsreferat - Ministerium für Wirtschaft Rheinland-Pfalz, Michael Reiß / 1stCONCEPT

 

„concepticus“-Macher spenden für Weiterbildung

Initiatoren, Veranstalter und Partner der Ideen- und Konzeptbörse „concepticus 2010“ übergaben jetzt aus den Einnahmen der 3. Börse für Selbstständigkeit einen Scheck in Höhe von 3.400 EUR an den Mainzer Verein für Gründung und Sicherung E.U.L.E. e.V.. Wie in den Jahren zuvor wird die Spende für die Weiterbildung "Unternehmerisches Denken und Handeln" von Lehrkräften an Schulen eingesetzt. Foto: IHK für Rheinhessen


[Foto: IHK für Rheinhessen] concepticus-Partner bei der Scheckübergabe (v.l.n.r.): Prof. Dr. Elmar Konrad (Institut für Unternehmerisches Handeln – IUH - der Hochschule Mainz), Christian Hausmann (Deutsche Bank), Richard Patzke (IHK für Rheinhessen), Prof. Dr. Gerhard Muth (FH Mainz), Elisabeth Kolz-Josić (E.U.L.E. e.V.), Günther Tartter (HWK Rheinhessen), Michael Reiß (1stCONCEPT).

 

Ausblick

Neben der Suche nach Intrapreneuren in Ministerien und Institutionen bleibt die Option, außerhalb des schulischen Betriebs aktiv zu werden.